Erstellen, Bearbeiten, Gestalten und Archivieren: Mit einem Content-Management-System gelingt Ihre neue Website ganz leicht. Aber welches Programm ist das Beste? Im Artikel „Der CMS-Vergleich: WordPress vs. Typo3“ haben wir Ihnen bereits die Vor- und Nachteile zwei der bekanntesten Systeme erläutert. Nun nehmen wir die Software Drupal unter die Lupe und vergleichen Sie mit unserem Favoriten – wer überzeugt dieses Mal?

Wer ist bekannter?

Mit großem Abstand auf den starken Marktführer WordPress belegt Drupal Rang 3 der weltweit verbreitetsten Content-Management-Systeme: Mit einem Marktanteil von 2,7% liegt es klar vor Typo3, dessen Marktanteil international gerade einmal 0,6% beträgt. Im deutschsprachigen Raum bleibt der Anteil von Drupal mit 2,6% in Deutschland und 3,5% in Österreich relativ konstant, Typo3 überholt den Konkurrenten jedoch mit 13% bzw. 17% deutlich. Damit ist Typo3 nach WordPress das am häufigsten verwendete System hierzulande.

Wie sich die beiden Content-Management-Systeme genau unterscheiden, beleuchten wir in den nächsten beiden Abschnitten: Informationen zur Entstehung, Technik und den wesentlichen Merkmalen der Programme geben Ihnen ein klares Bild und erleichtern die Entscheidung, welche Software besser zu Ihnen passt. Mögen Sie es lieber kurz und knapp, geben wir Ihnen hier eine Zusammenfassung unseres Vergleichs.

Was kann Typo3?

Im Jahr 1997 startete der Däne Kasper Skårhøj mit der Entwicklung einer Software, die es Kunden erlauben sollte, Websites ohne HTML-Kenntnisse zu erstellen und pflegen. Nach einem kurzen Einsatz als kommerzielles System einer Werbeagentur, erschien 2001 die erste offizielle Typo3-Version als Open Source-Projekt mit einer GNU General Public License. Drei Jahre später wurde die Typo3 Association gegründet: Dieser gemeinnützige Verein mit Sitz in der Schweiz koordiniert die stetige Weiterentwicklung des CMS.

Typo3 gilt als Enterprise-Content-Management-System, das – vor allem in Europa – häufig für die Erstellung und Verwaltung komplexer Internetprojekte verwendet wird. Doch warum eigentlich?


Installation

Der Kern von TYPO3 ist in der Skriptsprache PHP geschrieben, zusätzlich kommt die systemspezifische Konfigurationssprache TypoScript zum Einsatz. Als Datenbank können MySQL, MariaDB, PostgreSQL oder Oracle verwendet werden. Da für das initiale Setup Fachkenntnisse benötigt werden, sollten Sie sich damit an eine Internetagentur wenden.


Handhabung

Für die Installation sowie die technische Pflege einer Typo3-Website benötigen Sie zwar einen spezialisierten Fachmann – intern oder extern –, für die redaktionelle Pflege jedoch nicht. Planen Sie ein wenig Zeit für die Einarbeitung ein, danach können Sie die Funktionen des CMS voll nutzen.


Erweiterungen

Aktuell gibt es allein im TER, dem öffentlichen Extension-Repository, etwa 5.500 Erweiterungen, die von geschätzt 2.000 Programmierern geschrieben wurden.


Optik

Für Typo3 gibt es nur wenige Designvorlagen, die meisten Unternehmen lassen ein eigenes Theme entwickeln.


Funktionen

Typo3 besticht vor allem durch seinen großen Funktionsumfang: Bereits zur Basisversion gehören zahlreiche Optionen wie Mehrsprachigkeit, Multi-Site- und Multi-Domainfähigkeit sowie eine komplexe Rechteverwaltung. Daran angeschlossen erleichtert ein Workflow-Management den Freigabeprozess, während offene Schnittstellen die problemlose Anbindung von klassischen Business-Anwendungen wie CRM- und ERP-Systemen ermöglichen.


Stabilität und Performance

Typo3 überzeugt durch seine cleane Code-Basis, die auch anspruchsvollen Anforderungen gewachsen ist und für eine einwandfreie, stabile Performance sorgt. Die ab Werk mitgelieferte Caching-Funktion wirkt sich zusätzlich positiv auf die Ladezeiten der Seiten aus.


Sicherheit

Um die Sicherheit des Systems kümmert sich die Typo3 Association. Ihr Security Team überwacht die Weiterentwicklung und reagiert bei Problemen zeitnah mit Sicherheitsupdates. Zudem gibt es regelmäßig eine Long Term Support (LTS) Version, die für 3 Jahre von offizieller Seite aus kostenlos mit Sicherheits- und Wartungsupdates versorgt wird. Danach besteht die Möglichkeit, die Version im Rahmen einer kostenpflichtigen Extented Long Term Support (ELTS) Version weitere 3 Jahre zu nutzen. Solange Sie einer dieser unterstützten Versionen verwenden, gibt es kaum ein Risiko für erfolgreiche Angriffe auf Ihre Website.

Welches CMS ist besser?

Drupal ist eher ein Framework für Webanwendungen als ein klassisches Content-Management-System. Es eignet sich für Projekte, deren Anforderungen ganz klar definiert und sehr individuell sind. Dank des schlanken, aber funktionsarmen Kerns kann ein erfahrener Webentwickler mithilfe von Modulen das System exakt auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Typo3 hingegen ist ein mächtiges CMS für komplexe Aufgaben: Seine meist in der Basisversion schon vorhandenen Fähigkeiten sind perfekt angepasst an die Anforderungen im klassischen Unternehmensumfeld – funktional, sicher, stabil.

Wie auch beim Vergleich WordPress vs. Typo3 empfehlen wir abzuwägen: Beide Content-Management-Systeme sind hoch qualifizierte Werkzeuge mit Vor- und Nachteilen. Die entscheidende Frage ist also, wofür Sie sie einsetzen möchten. Drupal überzeugt bei sehr spezialisierten Webauftritten und im Bereich Social Communitys. Typo3 setzt sich bei mittelständigen und großen Unternehmen durch.

Wenn Sie Unterstützung bei Ihrer Entscheidung möchten, helfen wir Ihnen gerne mit einer persönlichen Beratung. Kontaktieren Sie uns für eine passgenaue Lösung einfach telefonisch unter 0711 184206-0 oder per E-Mail über hello@wus.agency.

Dagmar Kavakli
Senior Content-Marketing Manager

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